Eine saubere Sache
für unsere Zukunft.

Zirngibl.

Verwertungs GmbH & Co. KG
Breitenhart 1
84066 Mallersdorf-Pfaffenberg
Presse

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30.01.2020
30.01.2020
30.01.2020
27.11.2019
21.11.2019

Aus Gründen des Schutzes von Umwelt und Bevölkerung soll der durch die Reinigung unserer Abwässer in den Kläranlagen entstehende Klärschlamm zukünftig nicht mehr auf Äckern und Feldern ausgebracht werden, sondern verwertet und das enthaltende lebenswichtige Phosphor zurückgewonnen werden. Dazu braucht es zunehmend Verwertungsanlagen im Land. Der Trend geht hierbei aus mehreren Gründen weg von großen zentralen Anlagen und hin zu kleinen dezentralen Anlagen.

Geplant ist eine solche Anlage auch in Breitenhart. Der Unternehmer und Landwirt Xaver Zirngibl betreibt seit Jahren eine Klärschlammtrocknungsanlage für die umliegenden Kommunen und verfügt über entsprechendes Know-How. Nun möchte er eine thermische Klärschlammverwertungsanlage bauen und so hunderte von Lkw-Kilometern einsparen, die derzeit noch erforderlich sind, um den getrockneten Klärschlamm weit entfernt zu verbrennen.

In den letzten Wochen war es zum geplanten Projekt der Klärschlammverwertung zu intensiven Gesprächen zwischen Bauherr Zirngibl und besorgten Bürger gekommen. Die fühlten sich durch das Projekt überrumpelt und nicht hinreichend informiert. Das resultierte wiederum in Spekulationen über die möglichen negativen Auswirkungen dieses Projekts bis hin zur Gründung einer Bürgerinitiative mit dem formulierten Ziel, das Projekt komplett zu verhindern.

Höchste Zeit also für Zirngibl, die Hintergründe des Projekts zu erklären und die Diskussion auf eine sachliche Ebene zurückzuführen. „Laut Umweltgutachten wird dieses Projekt keine negativen Auswirkungen auf die Bevölkerung haben. Auch wenn ich alle Offenlegungsfristen eingehalten habe, muss ich nun erkennen, dass ich früher auf die Nachbarn hätte eingehen müssen, um die Sorgen und Ängste gar nicht erst aufkommen zu lassen. Die nun entstandene Verunsicherung ärgert mich selbst am meisten.“, sagt Zirngibl selbstkritisch, „Ich nehme das ernst und sehe, dass wir einfach besser informieren müssen, um so auch die letzten Bedenken über ein so sinnvolles Projekt auszuräumen und aufzuzeigen, dass die Sorgen wirklich unbegründet sind.“

Eine der von Zirngibl dafür initiierten Maßnahmen war der Bürgerinformationsabend am Donnerstagabend im Haus der Generationen in Mallersdorf-Pfaffenberg. Die mit über 200 interessierten Bürgern gut besuchte Veranstaltung sollte die Möglichkeit geben, sich über das Projekt zu informieren und Fragen zu stellen. Mit eingeladen war dazu Prof. Dr.-Ing. Peter Quicker vom Lehr- und Forschungsgebiet Technologie der Energierohstoffe der RWTH Aachen als Fachmann für die Verwertung von Klärschlamm.

Nach einer kurzen Begrüßung und Einleitung in die Thematik von Zirngibl folgte ein Fachvortrag von Prof. Quicker, der nicht nur die Notwendigkeit dezentraler Klärschlammverwertung beleuchtete, sondern auch Eigenschaften der eingesetzten Verfahrenstechnik allgemein verständlich beschrieb und die Potenziale und Möglichkeiten einer zukünftigen regionalen Phosphorrückgewinnung für die Bevölkerung hervorhob.

Die Fragerunde nach dem Fachvortrag wurde rege genutzt und verlief weitgehend sachlich. Viele der vorgebrachten technischen Bedenken, die häufig den Vergleich zu Müllverbrennungsanlagen oder Verkehrsemissionen zogen, konnten Quicker in den korrekten Kontext der Klärschlammverbrennung bringen und ausräumen. Dabei ging es besonders um die Rauchgasreinigung, die laut Quicker bei der geplanten Anlage die dafür effektivste und sinnvollste Technologie darstellt.

Nach der großen Fragerunde wurden im kleinen Kreis mit technisch interessierten Besuchern weiterführende Diskussionen über die zum Einsatz kommende Verfahrenstechnik direkt mit dem Bauherrn, dem Anlagenbauer und dem Experten gehalten. „Ich habe den Eindruck, dass wir heute Abend einen großen Beitrag zur Versachlichung der Diskussion beitragen und so viele Spekulationen und Bedenken aus der Welt schaffen konnten.“, so Quicker.


20.11.2019

Rückstände können meist nicht mehr auf Felder ausgebracht werden, sondern müssen für viel Geld entsorgt werden. Der Gemeinderat befürwortete daher, vor dem Hintergrund einer emissionsrechtlichen Prüfung, den Bau der nahegelegenen Klärschlammverwertungsanlage in Breitenhart.



Quelle: Zeitung Idowa.de - Author: Rald Gengnagel